Eigene OERs Erstellen: Lizenzierung

Urheberrechtlich geschützte Materialien (also nicht OER) sind ohne Genehmigung nicht veränderbar und einfach weiterverwendbar. Offene Bildungsressourcen machen es möglich, nicht alle Lehr-/Lernmaterialien neu zu erstellen und somit nicht immer wieder von vorne zu beginnen.

Sollten Sie eine bereits bestehende offene Bildungsressource (OER) ergänzen, abändern, kürzen (sofern laut Lizensierung erlaubt) muss eine neue Lizenz vergeben werden. Die gängigsten Lizenzen stellen Creative Commons Lizenzen dar.

Die Lizensierung von Materialien wie zum Beispiel unter Creative Commons Lizenzen ermöglichen dabei eine transparente Nachnutzung und Weiterentwicklung.

Wie gehe ich bei der Lizenzierung meiner OER vor?

Wenn Sie Ihr Bildungsmaterial  der Allgemeinheit zur Verfügung stellen möchten, empfehlen wir Ihnen, diese Schritte zu befolgen:

  1. Schritt: Lizenzcheck
  2. Schritt: Auswahl der Lizenz
  3. Schritt: Lizenzieren am Werk

Schritt 1: Lizenzcheck

Wenn Sie andere Bildungsressourcen verwendet haben, muss geprüft werden, ob deren Lizenzen auch miteinander kompatibel sind. Beachten Sie dabei folgende Punkte:

  • Die Inhalte müssen von Ihnen selbst erstellt werden
    • oder bereits über eine offene Lizenz (wie z.B. Creative Commons) verfügen
  • Fremde Inhalte (wissenschaftliche Texte, Zitate, Bilder etc.) müssen eindeutig gekennzeichnet (zitiert) werden.
  • Illustrationen als Designelemente müssen von Ihnen selbst oder mit einer offenen Lizenz versehen sein. Hier finden Sie Hinweise zum Finden solcher Bilder.

Schritt 2: Auswahl der Lizenz

Zwei Entscheidungen müssen hier getroffen werden:

  1. Lizenzart: 
    • Zuerst bestimmen Sie die Offenheit der Creative-CommonsLizenz. 
      • Erfahren Sie mehr über die Offenheit der jeweiligen CC-Lizenzen hier. 
      • Diese Grafik bildet die verschiedenen Lizenzen im Spektrum zwischen „Public Domain“ (größtmögliches Maß an Offenheit) bis hin zum vollen gesetzlichen “Copyright” oder Urheberrechtsschutz ab.
    • Manche CC-Lizenzen sind „offener“ als andere. Das bedeutet, dass sie den Nutzer*innen mehr Freiheiten bei der Weiterverwendung von Materialien geben.
    • Für die Erstellung von Offenen Bildungsressourcen sind folgende Lizenzen zu empfehlen, da diese das Wieder- und Weiterverwenden der Inhalte erlauben: 
      • CC0 Public Domain
      • CC-BY Namensnennung
      • CC-BYSA Namensnennung und Weitergabe unter der gleichen Lizenz
  2. Lizenzfassung:

Schritt 3: Lizenzieren am Werk

Nun geht es an die Lizenzierung Ihres Artefakts.

Ihre Bildungsressourcen müssen jene Informationen enthalten, welche die zukünftigen Nutzer*innen für eine korrekte Namensnennung brauchen. Hierbei hilft Ihnen folgende TULLU-Regel:

TULLU-Regel

Wie und unter welchen Bedingungen kann ich eine neue Lizenz vergeben?

  • T - Titel
    • Wie ist das Material benannt?
  • U - UrheberIn
    • Wer hat das Material erstellt?
  • L - Lizenz
    • Welche Lizenz wurde gewählt?
  • L - Link zur Lizenz
    • Wo ist der Lizenztext zu finden?
  • U - Ursprungsort
    • Wo ist das Material zu finden?

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