Projektrückblick: Open Education Austria (2016-2018)

Auf dieser Seite finden Sie einen Projektrückblick zu den veröffentlichten Inhalten des Vorgängerprojekts Open Education Austria (2016-2018).

Open Education Austria ist ein Projekt österreichischer Universitäten zur gemeinsamen Entwicklung einer nationalen Infrastruktur für Open Educational Resources (OER). Erstmals wird versucht, Dienstleistungen von E-Learning-Zentren, Zentralen Informatikdiensten und Bibliotheken der Partneruniversitäten zu verknüpfen, um Lehrende bei der Erstellung von OER-Materialien für Selbststudium und Lehre zu unterstützen. Durch das Projekt soll eine schrittweise Qualitätssteigerung im Lehren und Lernen sowie die Sichtbarkeit von Good-Practice Materialien innerhalb der Fachcommunity erreicht werden.


Open Education Austria ist ein im Juni 2016 vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung bewilligtes Hochschulraum-Strukturmittelprojekt und lief bis Dezember 2018.


Ziele

Im Rahmen des Projekts werden Universitätslehrende bei der Konzeption und Erstellung von Open Educational Resources (OER) unterstützt. Der Fokus lag zunächst besonders auf den Aufnahmeverfahren in den Studienfeldern Lebenswissenschaften & MINT. Aufgrund des fächerübergreifend großen Interesses wurden die Aktivitäten jedoch ausgeweitet und decken inzwischen ein weites Feld akademischer Lehre ab.

Neben dem Aufbau von Unterstützungsangeboten für Lehrende soll auch die Zugänglichkeit dieser Materialien für universitäres Lehren und Lernen in Österreich sichergestellt werden. Im Projekt erfolgt die Umsetzung eines bespielhaften Fachportals, in dem offene Bildungsressourcen auffindbar sind, die Lehrende nach dem Ownerprinzip in einem der angebundenen Archivsysteme abgelegt und freigegeben haben. Diese Materialien stehen sodann für Weiterentwicklung und die Mehrfachnutzung in Selbststudium und Lehre zur Verfügung und tragen zu einer schrittweisen Qualitätssteigerung des Lehrens und Lernens bei.

Grafische Darstellung eines prototypischen OER-Workflows

Prototypischer OER-Workflow, wie er im Projekt für das akademische Umfeld entwickelt und implementiert wird

Arbeitspakete

AP 1. OER FACHPORTAL LEBENSWISSENSCHAFTEN & MINT: Inhaltlicher Aufbau (2016-2018)

Lehrende werden mittels gebündelter OER Services dabei unterstützt, ausgehend von bestehenden Lehr-/Lernmaterialien bes. für Aufnahmeverfahren und darüber hinaus für den Studieneinstieg in den Studienfeldern Lebenswissenschaften & MINT didaktisierte OER Materialien zu erstellen. Basierend auf den in AP 2. Und AP 3. Skizzierten Maßnahmen stehen für interessierte Lehrende mediendidaktische, bibliothekarische und rechtliche sowie technische Services zur Verfügung. Zusätzlich werden qualifizierte E-TutorInnen zur Unterstützung der Lehrenden bereitgestellt, mit deren technischer und mediendidaktischer Unterstützung Lehrende OER konzipieren und umsetzen können.

Kontakt:
Sylvia Lingo (Universität Wien)
sylvia.lingo@univie.ac.at

 

AP 2. INFORMATION UND QUALIFIZIERUNG

Um Lehrendenteams für OER zu gewinnen, werden webbasierte Informationsmaßnahmen bereitgestellt, die sich auf Verständnis und Mehrwert von OER beziehen, Experteninterviews und Stakeholder-Statements beinhalten und nach Projektabschluss der Allgemeinheit Creative Commons lizensiert als Massive Open Online Course (MOOC) zur Verfügung stehen.

Um Universitätslehrende für die Erstellung von OER zu qualifizieren, wird ebenfalls ein zielgruppenorienterter OER-Leitfaden entwickelt. Dieser basiert auf einer Bedarfserhebung für die Bereiche LEWI und MINT (zu Projektbeginn) und dient in weiterer Folge als Unterlage zur Vermittlung von OER-Kompetenzen in Form von Workshops. Diese Präsenz-Workshops werden im Flipped Classroom-Prinzip in Kombination mit dem MOOC durchgeführt.

Kontakt:
Michael Kopp (Universität Graz)
michael.kopp@uni-graz.at

 

AP 3. OER INFRASTRUKTUR: Entwicklung

Die technische Infrastruktur basiert konzeptionell und technisch auf e-Infrastructures Austria (s. auch www.e-infrastructures.at) unter der Federführung der Universität Wien und soll es Lehrenden nach dem Ownerprinzip ermöglichen, eigene Lehrmaterialien zu archivieren, lizenzieren, versionieren sowie beschränkt (z.B. innerhalb der Universität) oder unbeschränkt für die breite Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Das Fachportal wird gemeinsam mit den Projektpartnern spezifiziert, die Umsetzung ergibt eine Grundlage für weitere Portale in anderen Fächern. Basis für das Fachportal ist ein Workflow von der Erstellung der Lehrinhalte, Überführung in ein Archivsystem, langfristigen Archivierung bis hin zur Nachnutzung.

Ziel ist es, das Fachportal als eine Verbindung bestehender Systemen aus dem E-Learning-Bereich (MOOC Plattformen, Lernplattformen, CMS) und Archivbereich zu entwickeln, sodass fachspezifische Inhalte aufgefunden, ausgewählt und z.B. zu Lernpfaden neu zusammengestellt werden können. Die Programmierung erfolgt nach dem Prinzip der agilen Softwareentwicklung. Durch die starke Anbindung von Moodle als LMS bei den Projektpartnern liegt der Fokus der Gestaltung der Schnittstellen vorallem auf jener zwischen Fachportal und Moodle.

Kontakt:
Raman Ganguly (Universität Wien)
raman.ganguly@univie.ac.at

Bibliothekarische Services als zentral bereitgestellte Infrastruktur beziehen sich bes. auf Metadaten zur optimalen Auffindbarkeit im Internet (d.h. Informationen zu Merkmalen einzelner Learning Objects, z.B. AutorIn, Datum, Disziplin, Lizenz), den Umgang mit mehrfach verwendbaren digitalen Learning Objects diverser Formate sowie gesicherte Releasemechanismen. Zusätzliche rechtliche Services gewährleisten Rechtssicherheit für Lehrende (Urheberrecht, Datenschutz) und beinhalten insbes. Die Beantwortung von Anfragen, Gutachten, Einholen von Expertisen zu spezifischen Rechtsfragen.

Kontakt:
Mag. Karin Lach (Universität Wien)
karin.lach@univie.ac.at

Projektpartner

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Universität Wien
Universitätsring 1
A-1010 Wien

Ansprechpersonen/Projektteammitglieder:

Center for Teaching and Learning (CTL):
Mag. Sylvia Lingo sylvia.lingo@univie.ac.at
Dr. Felix Schmitt felix.schmitt@univie.ac.at
Dr. Charlotte Zwiauer charlotte.zwiauer@univie.ac.at

Zentraler Informatikdienst:
Christoph Jokubonis christoph.jokubonis@univie.ac.at
Dipl.-Ing. (FH) Raman Ganguly raman.ganguly@univie.ac.at

Universitätsbibliothek:
Dr. Paolo Budroni paolo.budroni@univie.ac.at
Mag. Karin Lach karin.lach@univie.ac.at

Logo Technische Universität Graz

Technische Universität Graz
Rechbauerstraße 12/I
A-8010 Graz

Lehr-/Lerntechnologien:
Priv.-Doz. Dipl.-Ing. Dr.techn. Martin Ebner martin.ebner@tugraz.at
Mag. Maria Haas maria.haas@tugraz.at

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Karl-Franzens-Universität Graz
Universitätsplatz 3
A-8010 Graz

Akademie für Neue Medien und Wissenstransfer:
Mag. Dr. Michael Kopp michael.kopp@uni-graz.at
Mag. Claudia Zimmermann claudia.zimmermann@uni-graz.at

Logo Universität Innsbruck

Universität Innsbruck
Innrain 52
A-6020 Innsbruck

Neue Medien und Lerntechnologien:
DI (FH) Ortrun Gröblinger ortrun.groeblinger@uibk.ac.at